
Walimex pro Studioset VC-300/300/200
Die “kleinen” Aufsteckblitze sind zwar toll und praktisch, aber wenn man etwas mehr machen will, stoßen die Dinger recht bald an ihre Leistungsgrenzen.
Deshalb habe ich die Gunst der Stunde und ein Sonderangebot von Walimex.at genutzt um mir eine kleine, portable Blitzanlage zuzulegen.
Der eine oder andere mag sich bei einem Preis von fast € 750,- jetzt über das Adjektiv kleine wundern. Der zweitgrößte Canon Aufsteckblitz kostet laut Geizhals im Moment € 211,-. Für drei davon wären also schon € 633,- fällig und da hätte ich noch immer keine Stative, Schirme, Softboxen und so weiter dabei. Und für Aufsteckblitze sind solche Sachen wirklich teuer und meist nur — na, sagen wir einmal — suboptimal. In der Regel wird da viel mehr darauf Rücksicht genommen, daß man die Teile auch in einer Photo-Tasche unterbringen kann.
Also, warum “kleine“?
Die Blitzköpfe — so nennt man die Lampen — haben eine Leistung von 300, bzw. 200Ws. Es gäbe aber auch welche mit 1000Ws. Dieser Wert beschreibt die Energie-Menge, die der Blitzkopf bei einem Blitz abgeben kann. In ca. einem Tausendstel einer Sekunde! Deshalb kann man einen 200Ws Blitzkopf auch nicht mit einem 200W Scheinwerfer vergleichen der seine Leistung ja konstant abgibt. Ein weiteres Kriterium ist Zeit die der Blitzkopf braucht bis er wieder feuern kann. Das kann bei diesen Blitzköpfen bis zu einer Sekunde dauern. Es gibt aber auch welche die viel schneller sind.
Beides stellt die verbaute Technik vor erhebliche Herausforderungen und das kostet natürlich Geld. Soviel hab’ ich aber nicht, deshalb muß das kleine für den Augenblick einmal genügen. Sollte es wirklich nicht reichen, kann ich die Anlage ja schrittweise ausbauen. Das ist ein weiterer Vorteil gegenüber den Aufsteckblitzen — die Dinger sind völlig Hersteller-unabhängig.
Jetzt könnte man sich natürlich fragen, welche Vorteile die Aufsteckblitze — abgesehen von ihrer Portabilität — eigentlich haben, die ihren Preis rechtfertigen. Die Automatik, die auf die Kameraeinstellungen reagiert, Zoom-Reflektor und die besseren Modelle können auch in Gruppen kabellos zusammenarbeiten. Das sind schon gefinkelte Sachen.
Aber ich denke, daß jede Automatik ihre Grenzen hat und die sind mit 2 oder 3 Lichtquellen recht schnell erreicht. Die dann notwendigen manuellen Einstellungen auf einem Automatikblitz vorzunehmen ist in der Regel ein wenig umständlich, da die Dinger in erster Linie eben für den Automatik-Betrieb gebaut werden.
Ein weiter, wichtiger Vorteil ist das die Anlage mit allen meinen Kameras zusammenarbeiten kann.
Zu guter Letzt funktioniert die Anlage mit Strom aus der Steckdose. Aufsteckblitze funktionieren mit Batterien oder Akkus. Beides suboptimal. Batterien gehen mit der Zeit in’s Geld und Akkus wollen auch immer geladen werden. Und beide werden immer dann schwach, wenn es interessant wird.