Sascha Vogt

private parts

Nebenbei

  • YopMail

    Bietet ebenfalls einen anonymen, temporären Gratis-eMail-Adressen-Service an.


  • Al Quaida

    Ist das arabische Wort für Datenbank.


  • Windows-Break Keyboard Shortcut

    Oder “Start-Untbr” auf Deutsch öffnet die Eigenschaften des Arbeitsplatzes.


  • CT Offline Updater

    Erzeugt CD bzw. DVD Images mit Updates für Fensterln und Büros.


  • www.winaddons.com

    Cooler RSS-Feed! Sehr zu empfehlen.


  • Mailinator

    Instant-Wegwerf-Adressen mit RSS Feed! Danke Michi!


  • Wegwerf-Adressen

    Die dort kostenlos erzeugten Adressen werden entweder nach einer wählbaren Zeit oder der ebenfalls wählbaren Anzahl der weitergeleiteten eMails automatisch gelöscht.


  • Monowall

    FreeBSD-basierende Firewall, die außer auf einem Standard-PC auch auf einer günstigen embedded-hardwar von einer CF-Karte laufen kann.


  • Free NAS

    FreeBSD basierendes NAS, das entweder von CD, USB oder auch in einer VMWare läuft.


  • Auflösungen

    Guter Artikel der die verschiedenen, gängigen Auflösungen erklärt und die daraus resultierenden Konsequenzen erklärt.


  • CCollect

    sh backup script using rsync and hard-links. Meine bevorzugte Strategie.


  • Sylvan

    Wrapper um (z.B.) /etc in einem SVN Repository abzulegen. Das besondere ist, daß die Besitzer und Rechte als Attribute mitgespeichert werden.


  • OpenTimeTool

    Die Installationsanleitung ist ziemlich lückenhaft und teilweise falsch. Wenn man es doch zum Laufen kriegt bekommt man eine wirklich schön und ansprechend gestaltete Webanwendung für einen Haufen Stubenhocker die an verschiedenen Projekten arbeiten, aber keine Fahrzeiten und keine Kunden kennen. Und alle sind in irgenwelchen TEAMs (Toll, Ein Anderer Machts).


  • Redet

    Beim durchforsten des Freshmeat RSS Feeds bin ich über Redet gestolpert. Das Interessante ist weniger das Tool an sich sondern der Text der auf zahlreiche Hilfsmittel hinweist, die den Umgang mit Regular Expressions erleichtert.


  • 23C3 Mitschnitte

    Inoffiziell, aber als .wma und .ogg.


Archiv für Juni, 2007

Ferienzeit – Reisezeit

Erstellt von Sascha am 19. Juni 2007

Bitte, bitte keine Postkarten! Aber ein oder zwei Klicks wären nett.

Ich habe jetzt ein Ding eingebaut das graphisch darstellt von wo aus dieses Blog aufgerufen wird. Ok, das war gestern und natürlich gibt es bis jetzt noch nicht viele Aufrufe und die kommen alle aus Wien.

Aber da in wenigen Wochen das allgemeine Reisefieber ausbricht und auf Reisen der Besuch im InterNet-Cafe inzwischen fast selbstverständlich ist, wäre es nett wenn Ihr einige neue Punkte auf die Graphik zaubern1 würdet.

Danke

  1. Die Magie greift aber nur alle 24h. Also wundert Euch nicht, wenn die Masern auf der Graphik nicht gleich ausbrechen. []

Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Updates

Erstellt von Sascha am 17. Juni 2007

  • Es gibt eine neue statische Seite über Gratis-Services aus dem InterNet die ich benutze.
  • Die Software-Seite wurde ergänzt.
  • Und (Heinz wird mich verfluchen, weil die Seite dadurch noch langsamer wird) es gibt ein neues Statistik-Modul, das anzeigt wo meine Leser herkommen.

Abgelegt unter Release-Notes | 1 Kommentar »

Ich brauche einen Autobus

Erstellt von Sascha am 16. Juni 2007

Diejenigen, die mich persönlich kennen, wissen das ich inzwischen eine recht ansehnliche Zeltsammlung habe.

Bei der Durchsicht meiner Ausrüstungsliste habe ich einmal durchgezählt.

Im Augenblick habe ich 25 Zelte in denen ich bis zu 63 Personen unterbringen könnte. Das entspricht einem Autobus.

Im Winter reduzeirt sich die Anzahl auf einen Kleinbus. In 10 wintertauglichen Zelten könnte ich immer noch 24 Personen unterbringen.

Ich glaube jetzt reicht’s schön langsam. Die letzte Zeltarten, die mir noch fehlen sind eine Jurte und ein Beduinenzelt und die sind so groß bzw. schwer, daß sie traditionell mit entsprechenden Lasttieren, also Ochsen oder Kamelen transportiert wurden. Daher werde ich die beiden hintanstellen und erkläre meine Sammlung für vorerst für vollständig.

Vorerst deshalb, weil es da noch eine Art von High-Tech Tipi gibt in denen man kochen bzw. heizen kann, aber unter €1500 geht da nichts und das dauert noch ein wenig, bis das notwendige Budget vorhanden ist. Aber so ein Ding will ich auch noch haben, samt Ofen natürlich.

Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Währet den Anfängen

Erstellt von Sascha am 16. Juni 2007

Ich muß leider schon wieder mit dem Finger auf unsere Nordlichter zeigen. Vorallem weil ich, wie schon öfters erwähnt unsere Politiker für Nachahmungstäter halte.

Gestern war es raus, ab Herbst werden außer dem Photo auch zwei Fingerabdrücke im deutschen Reisepass erfasst. Das das Ganze digital gemacht wird und dabei auch potentiell in irgendwelchen Datenbanken versickert und vielleicht sogar wiedergefunden werden kann, ist eine andere Geschichte.

Was ich nicht verstehe ist folgendes:

1. Ein Deutscher Reisepass ist ein Dokument, daß einen Deutschen Bürger im Ausland als ebensolchen identifiziert. Reisepässe gibt es schon wesentlich länger als alle anderen Ausweisdokumente wie Personalausweise oder Führerscheine. Sie dienten in erster Linie dazu offizielle Diplomaten von gemeinen Reisenden zu unterscheiden und um dem einfachen Beamten eine Möglichkeit zu geben ohne Sprachkenntnisse Freund von Feind zu unterscheiden. Der Punkt ist, daß man einen Reisepass im Ausland braucht, nicht im Inland. Nach Hause kommt man in fast jedem Land der Welt auch mit einem beliebigen anderen Ausweisdokument. Vielleicht dauert es ein wenig länger, aber in der Regel ist es kein Problem.

2. Ein Deutscher Bürger ist grundsätzlich einmal unschuldig. Im Deutschen Recht gilt die Unschuldsvermutung.

3. Die Daten aus dem Pass kann man (angeblich) nur mit Lesegeräten der Deutschen Behörden auslesen.

Und jetzt hakt es gewaltig.

Warum werden Daten unschuldiger Bürger in einem Dokument gespeichert, daß man nur dort braucht, wo niemand diese Daten auslesen kann? 

Ich meine ich, für meine Person, hätte durchaus Interesse an einer Möglichkeit mich selbst jederzeit, zweifelsfrei identifizieren zu können. Auch mit biometrisch erfassten Daten. So nach dem Motto, hier ist mein Gesicht und mein Fingerabdruck, Netzhaut-Scan oder sonstwas. Und hier ist mein Ausweis wo Du das selbe nochmals mit einer digitalen Signatur der ausstellenden Behörde findest. Jetzt gebe ich noch den Pin ein, der es Dir ermöglicht die Daten zu vergleichen und zu überprüfen. Und falls es angebracht ist, gebe ich Dir auch noch die Freigabe-Pin für mein polizeiliches Führungszeugnis oder meinen Akt bei der Krankenversicherung. Kurz gesagt, manchmal wäre es sicher praktisch schnell und zweifelsfrei nachweisen zu können, wer und was man ist. Und zwar so, daß einem auch geglaubt wird.

Aber mit den Daten in einem Dokument, das ich im Inland nicht brauche, das im Ausland keiner lesen kann und bei dem ich die Überprüfung der Daten nicht selbst freigeben kann, macht das keinen Sinn.

Abgelegt unter Pranger | Kommentare deaktiviert

Unterhaltungswert automatischer Türen.

Erstellt von Sascha am 15. Juni 2007

Wir haben, dort wo ich arbeite, eine automatische automatische Glastüre. Außerhalb der Bürozeiten, ist die Automatik aber deaktiviert, damit nicht wildfremde Leute durch’s Haus irren.

So auch Freitag nachmittags ab 14:00. Da wir heute eine neue Telefonanlage bekommen haben, verbrachte ich einige Stunden in der Rezeption mit Blick auf den deautomatisierten Eingang.

Zuerst kam ein kleiner Junge, ca. 9 Jahre am Heimweg von der  Schule vorbei und versuchte seine Langeweile durch auslösen des Türsensors zu bekämpfen. Maßlos war die Enttäuschung in seinem Gesicht als die erwartete Reaktion der Türe ausblieb.

Ich weiß, ich bin gemein mich darüber zu amüsieren, aber was soll’s, mir war auch fad.

Aber dann! Im Haus hat sich auch eine Promotion-Firma eingemietet, die immer wieder StudentInnen für diverse Jobs anheuert. Und eine ebensolche wollte gerade das Haus verlassen und bremste sich gerade noch 10cm vor der nicht reagierenden Glastüre ein. Blick nach oben, ein Schritt zurück, bissl links, bissl rechts, winken… Keine Reaktion…

“Die reagiert nur auf Pirouetten…”, rufe ich. Und gerade als sie mit der Drehung fertig ist: “oder auf den Fluchttaster rechts von Dir!”

Kurz, ganz kurz habe ich, bevor ich sie erlöste, mit dem Gedanken gespielt zu behaupten, daß die Piroutte nicht schön genug war und viel schwungvoller ausgeführt werden muß. Und vorallem in der anderen Richtung. Aber das hätten die beiden Telefontechniker, die fassungslos zuschauten nicht mehr ausgehalten.

Immerhin konnte die junge Dame über sich selber lachen und war mir nicht böse. Und 10 Minuten später konnten die beiden Techniker auch wieder weiterarbeiten.

Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Was passiert, wenn zwei Unendlichkeiten aufeinander treffen?

Erstellt von Sascha am 12. Juni 2007

Vollkommen klar, einer schreit!

Und zwar schreit er: “Ich bekomme keine eMails!”

Das er dabei eigentlich nur ein ganz bestimmtes eMail meint, daß er nicht bekommen hat, ändert nichts an 130dB mit denen er seiner panischen Verzweiflung Ausdruck verleiht.

Was ist passiert?

Einstein wurde gleich zweimal bestätigt.

Einmal durch einen Administrator, der in Zeiten von mindestens 50% Spam, die wir ohne Filter in jedem Postfach finden würden, noch einen Catch-All1 auf einem Server eingerichtet hat.

Und ein zweitesmal durch einen Absender, der glaubt, daß im InterNet grundsätzlich alles mit www anfangen muß. Auch eine eMail-Adresse. Mit dem Brustton der klassichen Blondine hat die gute Dame die Nachricht an www.vorname.nachname@sag-ich-lieber-nicht.blabla geschickt, denn Umgarnten angerufen und mit sanftem Tremor in der Stimme auf die flugs durch die Netze eilende Botschaft aufmerksam gemacht.  Der wiederum, als gut abgerichtetes Dreibein mit ausgewogenem Hormonhaushalt, begann natürlich sofort von ansehnlichen Mengen Testosteron getrieben seinen Posteingang zu durchklicken.

Einige Maustasten später hatte sich das Hormon in zuerst Panik und letztendlich in Wut verwandelt und mußte jetzt irgendwohin wenn es sich nicht in ein Magengeschwür verwandeln wollte.

Da bietet sich der letzte Neuzugang der IT-Landschaft natürlich an.

Mit: “Dieser verdammte Spam-Filter! (110 dB)” wurde der Eruption der Weg bereitet und mit “Ich bekomme keine eMails! (130 dB)” wurde ihr letztendlich Ausdruck verliehen.

Die anderen 52 Mails, die in der ersten Hälfte des Tages eingetroffen waren zählten dabei natürlich genausowenig, wie die Tatsache, daß es einige Wochen zuvor noch einen Spamanteil von 70% in seinem Posteingang gegeben hatte.

Einstein sagte, er halte zwei Dinge für unendlich. Das Universum und die Dummheit der Menschen. Aber bei ersterem war er sich nicht ganz sicher.

Auf jedenfall Fall wissen wir jetzt was passiert, wenn zwei Unendlichkeiten aufeinander treffen.

Es wird laut…. Und es entsteht eine Dritte, oder ein Magengeschwür.

  1. Catch-All – Ein eMail Konto, daß alle Mails bekommt für die der Mailserver anhand der Empfänger-Adresse keinen Empfänger ermitteln konnte. Nebenbei verhindert so ein Catch-All, daß Absender auf eventuell falsche oder nicht vorhandene Empfänger-Adressen hingewiesen werden können, weil eben alle diese falsch addressierten Nachrichten in diesem Postfach erfolgreich zugestellt werden können. []

Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Jetzt wird es schlimm…

Erstellt von Sascha am 10. Juni 2007

Sonntag Abend, RTL2 Hauptabendprogramm.

Ein Film mit Luc Beson, den ich einfach gut finde. Und da sonst nichts gespeichert ist, was mich im Moment reizt, schaue ich ausnahmsweise einmal live fern. Ok, nicht ganz live, um 20:15 habe ich erstmal auf Pause gedrückt und gekocht.

Aber jetzt gerade, also irgendwann zwischen 21:30 und 22:00 Sendezeit, genau kann ich es nicht sagen, da ich die normale Webung wie gewohnt, dank TimeShift übersprungen habe, kam es.

Das Bild wurde plötzlich kleiner und auf dem linken Drittel des Bildschirms erschien plötzlich für 20 Sekunden eine Bier-Werbung!

Ich vestehe, daß Werbung notwendig ist und das die Programmvielfalt Geld verdienen will und muß. Aber das ist mir einfach zu steil. Da ich kein Bier trinke, kann ich den Auftraggeber nicht boykotieren. Könnte das bitte jemand für mich erledigen. Es war…

Scheiße! Vergessen! Aber es war Rosa!

Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Lasst die Torten wieder fliegen!

Erstellt von Sascha am 9. Juni 2007

Angesichts des Rummels um den G8-Gipfel in Heiligendamm und den damit verbundenen Gewalttätigkeiten frage ich mich wie viele andere auch nach dem warum und wieso.

Natürlich sind die Menschen sauer, wenn die von ihnen gewählten und bezahlten Volksvertreter Mist bauen. Oder wenn sie der Meinung, daß sie Mist bauen, beziehungsweise die Dinge die sie für wirklich wichtig und dringend halten verabsäumen. Ich gestehe den Politikern durchaus zu, daß der Einzelne, unten, an der sogenannten Basis, nicht den Überblick und den Einblick in alle Zusammenhänge hat oder haben kann. Aber ich kann nicht entschuldigen, daß die Volksvertreter es laufend, immer wieder und teilweise sogar absichtlich verabsäumen eben diese Umstände zu erklären weil es ihnen viel wichtiger ist ihr Gesicht zu wahren. Den genau aus diesen Gründen werden die Menschen veranlasst ihrem Unmut kundzutun. Und das ist gut so, denn wie soll man etwas besser machen, wenn einem keiner sagt, daß man seinen Job im Augenblick nicht gut (genug) macht.

Dummerweise sind die meisten Politiker bessere Redner als Zuhörer. Was vielleicht auch einen Teil ihres Erfolgs ausmacht, aber das ist eine andere Geschichte. Fakt ist jedenfalls, daß es gar nicht so leicht ist einem Spitzenpolitiker die Meinung zu sagen. Und ob er dann noch bereit ist einem zuzuhören…

Egal! Worauf ich hinaus will lässt sich am ehesten mit der Situation beschreiben in der das zweijährige Kind gerade auf den Stuhl klettert um die Herdplatten zu erkunden. Jeder wird in dieser Situation nach seinen Möglichkeiten mit mehr oder weniger roher Gewalt eingreifen. Aber ohne weiteren Schaden für das Kind. Man klemmt sich den Bengel einfach unter den Arm oder im schlimmsten Fall, wenn man gerade nicht genug Hände frei hat, gibts vielleicht einen Klaps auf die Finger. Und auch wenn mich Pädagogen und Psychologen jetzt im Geiste kreuzigen, ich finde das ganz ok so. Auch den Klaps. Der Punkt ist, daß es selbst wenn man den “Jugend forscht”-Nachwuchs ganz vorsichtig vom Sessel hebt, rohe Gewalt gegen den Willen des Neugierigen ist. Der Wille des Kindes wird einfach durch größere Kraft und höhere Reichweite eines Erwachsenen außer Kraft gesetzt. Völlig legal in Erfüllung der Aufsichtspflicht.

Der Punkt ist, daß das zweijährige Kind vernünftigen Argumenten einfach nicht zugänglich sein kann. Jedenfalls nicht schnell genug um es vor schlimmeren zu bewahren. Es kann einfach nicht zuhören, es ist voll und ganz damit beschäftigt nicht vom Stuhl zu fallen. Und genauso geht es unseren Politikern leider viel zu oft.

Das andere Problem, die Eskalation der Gewalt, ist meiner Meinung nach ein gutgemeinter Schuß gegen die Eltern Wähler der jetzt voll nach hinten los geht. Zuerst war es ein staatlich sanktionierter Türsteher Polizist in Zivil um Verrückte auf Distanz zu halten und heute sind es Hundertschaften in voller Rüstung die offen ihre Gewaltbereitschaft durch Ausrüstung und Gehabe zur Schau stellen um die vermuteten Aggressoren einzuschüchtern. Aber genau diese Einschüchterung provoziert erst recht und treibt auch die Vernünftigsten zur Raserei.

Das ist genauso wie mit den vereinsamten Gehirnzellen vor Lokalen. Alleine die Tatsache das dieser Muskel mich aus unerfindlichen Gründen mit roher Gewalt daran hindern kann dort drinnen mein hart verdientes Geld auszugeben weckt in mir die Lust ihm einfach einmal zu zeigen wo der Bartl den Most herholt. Das muß gar nicht mit Gewalt erfolgen, es geht einfach darum dem Typen klar zu machen, wer hier die Kohle abliefert von der sein Gehalt bezahlt wird und das er mich das gefälligst in Ruhe machen lassen soll. Aber meine Aggression richtet sich nicht gegen das Lokal, sondern gegen die Abschirmung in Form des Türstehers. Sie richtet sich gegen die stumpfsinnige Befolgung der Regel “Keine Turnschuhe” und die Tatsache, daß mir keine Möglichkeit gegeben wird zu erklären, warum ich hier am Arsch der Welt um 23:00 keine anderen Schuhe zur Verfügung habe. Aber ich schwelge in Erinnerungen, erst im zweiten Schritt überträgt sich die Wut dann auf den Inhaber oder Geschäftsführer, der den Typen eingestellt und beauftragt hat. Und bei Letzteren bin ich immer noch gesprächsbereit, wenn sie mir die Testosteron-Bomben vom Leib halten.

Der Bürger hat das Recht den von ihm gewählten und bezahlten Politikern die Meinung zu sagen. Genauso wie wir der Putzfrau sagen, wenn sie nicht gründlich gesaugt hat oder den Installateur nochmals anrufen, wenn der Wasserhahn immer noch tropft. Und je mehr diese Politiker sich abschirmen, umso mehr werden die Bürger versuchen diese Sperren zu überwinden um ihr Recht wahrzunehmen. Da helfen weder Zäune, Wasserwerfer, Körperpanzer noch Gummigeschosse. Die Bürger, wir haben das Recht und wollen es wahrnehmen. Immerhin zahlen wir ihnen überdurchschnittliche Gehälter, schöne Autos, First-Class-Tickets und können sie schlimmstenfalls erst in 4 Jahren feuern. Wir hätten zwar gern, daß sie bessere Menschen sind als wir, aber wir wissen, daß sie immer nur Menschen bleiben werden.

Und wenn der Politiker halt nicht zuhören kann oder will, dann gibt’s eben einen Klaps in Form einer Torte. Und das müssen die Volksvertreter schon aushalten. Ganz abgesehen davon, daß Putzerei-Rechnungen viel billiger sind als Zäune, die auch wir bezahlen.

Wenn heute ein Politiker, wie man so schön sagt “die Konsequenzen zieht” und zurücktritt, bedeutet das in der Regel, daß er sich auf ein nettes Anwesen zurückzieht und überlegt auf welchen Golfplätzen dieser Welt er in Zukunft seine (auch von uns bezahlte) Pension ausgibt.

Super! Das ist genauso, wie wenn man sein Kind, nachdem es eine Scheibe eingschmissen hat, zur Adoption freigibt.

Jedem läuft einmal etwas aus dem Ruder, aber dann muß man die Sache entweder selber wieder gerade biegen oder zumindest dafür sorgen, daß jemand anderer der das kann wieder in Ordnung bringt. Die Verantwortung einfach hinzuwerfen ist keine akzeptable Lösung, denn diejenigen die einem die Verantwortung übertragen haben sind offensichtlich nicht kompetent genug gewesen gleich den Richtigen dafür auszuwählen. Woher soll man wissen ob die inzwischen was dazugelernt haben? Aber der, der seinen eigenen Fehler erkannt hat, hat auf jeden Fall etwas gelernt und kann vermeiden ihn zu wiederholen.

Und wenn einer seine eigenen Fehler nicht erkennt, dann muß man ihn in letzter Konsequenz feuern, nicht seinen Rücktritt annehmen.

Ok, keine Regel ohne Ausnahme. Wenn einer feststellt, daß das was er vorhatte einfach nicht funktioniert, keinen Dunst hat woran es liegt, und keine Idee hat wer oder was ihm jetzt helfen könnte, dann ist eh’ schon alles wurscht und er kann den Krempel auch hinschmeißen.

Aber ich schweife vom Thema ab. Torten, gehören meiner Meinung nach genauso wie tieffliegendes Gemüse und gut abgelegene Eier in den Dienstvertrag von Politikern und sind von ihnen als Form der Meinungsäußerung zu respektieren. Und vorallem sind sie zuzulassen. Dann ersparen wir uns die Pflastersteine für die Polizei und den Polizisten die Pflastersteine.

Anders gesagt, Aggression gegen Politiker ist die gelebtes Sozialverhalten. Die damit verbundene Gewalt entsteht dadurch das Politiker glauben sich dem entziehen zu können und sich Gesetze geschaffen haben die ihnen das sogar erlauben.

Wenn also ein Politiker anstelle eines Transparents vor seiner Nase eine Kugel in seinem Kopf findet, dann ist er selber schuld, weil er glaubte nicht zuhöhren zu müssen. Aber das ist seine wichtigste Aufgabe, denn wie soll er ein Volk vertreten, dem er nicht zuhöhrt?

—-

Und nach dem ich jetzt seit drei Tagen immer wieder an diesem Artikel herum-editiere und redigiere und endlich der Meinung war, daß er fertig ist wirft mir das Ding, das am Kopf der Seite die zufällig ausgewählten Zitate einbaut folgendes hin:

Your most unhappy customers are your greatest source of learning.

- Bill Gates

Man mag Billy hassen oder lieben, aber er wäre nicht der reichste Mann der Welt, wenn er ein Volltrottel wäre. An diesem, ihm zugeschriebenem Zitat kann ich jedenfalls nichts falsches finden. Ich könnte es mir gut auf jedem Parlament der Welt vorstellen.

Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Wuchtel aus Dorfers Donnerstalk

Erstellt von Sascha am 9. Juni 2007

Einfach genial, für diejenigen, die es nicht gesehen haben.

Im Orient zahlt man oft zwei Kamele für eine Frau und hier (in Österreich) zahlen auch oft zwei Kamele für eine Frau.

Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Ignoranz²

Erstellt von Sascha am 8. Juni 2007

Ok, ich weiß ich gehe schon so manchen damit auf die Nerven. Aber mich nervt es auch.

Das leidige Thema Tee.

  • Die meisten Kaffee-Trinker trinken keinen oder sehr selten Tee, weil er ihnen nicht schmeckt. OK.
  • Wenn ihnen einer ausnahmsweise doch schmeckt ist das in vielen Fällen Earl Grey1. Immer noch OK.
  • Deshalb glauben viele Kaffee-Trinker, daß Earl Grey eine besonders guter Tee ist. FALSCH1!
  • Ungefragt Earl Grey zu servieren, wenn jemand schwarzen Tee bestellt ist Ignoranz.
  • Aber als Kaffehausbetreiber dann auch noch ungefragt den billigsten und schlechtesten Earl Grey zu verkaufen ist IGNORANZ zum QUADRAT! Das ist auch durch einen zugegeben wirklich günstigen Preis von €1,50 nicht zu entschuldigen.

Ich rede vom Cafe Admiral auf der Alserstraße.

Ich selber trinke kaum Kaffee, Wein oder Bier, weil mir das Zeug an sich einfach nicht schmeckt. Deshalb masse ich mich auch kein Urteil darüber an, was davon gut oder schlecht ist, oder besser gesagt am ehesten den etablierten Geschmacksvorstellungen entspricht und somit von der Mehrheit der Konsumenten als “gut” eingeschätzt wird. Wenn ich Bier trinke, dann entweder dunkles Weizenbier oder ein mexikanisches Sol oder Corona, alles Sorten die dem klassischen Biertrinker in der Regel eher selten über die Leber laufen. Ich selbst habe nur einmal so eine “klassische Sorte” gekauft und das nur wegen der netten kleinen Kühltasche in der die Dosen steckten. Das Bier habe ich dann verschenkt.

Aber genausowenig wie ein Wirt auf die Idee kommen würde ein Bier, das bereits in der Brauerei mit einem Schuß Zitronen “veredelt” wurde als Standard-Bier zu verkaufen, kann man einfach Earl Grey als normalen Schwarztee verkaufen.

Jeder Gastronom, der das trotzdem tut ist in meinen Augen ein Ignorant. Denn selbst wenn er Produkte in seinem Sortiment nicht selbst konsumiert, sollte man davon ausgehen können, daß er sie kennt und deren Qualität unabhängig vom eigenem Geschmacksempfinden beurteilen kann.

Also, Herr Peter Peredits, bevor sie jetzt explodieren, überlegen Sie ob diese Kritik die stille Post über Ihr Personal wirklich überlebt hätte. Walter sollte meine Handynummer noch haben und die EDV in Gumpoldskirchen hat sie sicher auch noch.

  1. Was in erster Linie daran liegt, daß Earl Grey mit Bergamotte fermentiert ist. Also vorwiegend nach Bergamotte und nicht nach Tee schmeckt Der Unterschied entspricht sinngemäß dem zwischen echtem und Malz-Kaffee [] []

Abgelegt unter Pranger | Kommentare deaktiviert

 

Canonical URL by SEO No Duplicate WordPress Plugin