RSS oder „How to subscribe to an Internet-Abo”
Erstellt von Sascha am 23. März 2011
Jeder kennt das. Man tippt etwas in die bevorzugte Suchmaschine ein, findet eine interessante Seite, schmöckert Minuten, Stunden. Legt ein Bookmark in den Favoriten ab — und vergisst es.
Gerade bei Blogs, die ja per Definition soetwas wie ein Tagebuch sein sollen ist das recht ärgerlich, denn die tägliche Routinge ein Liste von Seiten zu überprüfen wird sehr schnell ermüdent — vorallem wenn es einmal ein wenig ruhiger ist und man die Seiten umsonst ansurft.
Fast jedes Blog und viele andere Verwaltungssystem bieten daher eine Möglichkeit an die Inhalte zu abonnieren. Ein entsprechender Link findet sich in der Regel hinter dem Worten „Abonnieren” oder „Subscribe”. Fast immer findet sich in der Nähe ein Icon ähnlich diesem:
.
Klickt man auf einen solchen Link landet man in der Regel auf einer sehr eigenartig erscheinenden Seite. Je nach Browser — und eventuell installierter Plugins — wird einem angeboten einen sogenannten Feed zu abonnieren. Das kann man jetzt entweder mit einem sogenannten dynamischen Lesezeichen oder einem sogenannten Feed-Reader (auch RSS-Reader) machen.
Ein dynamisches Lesezeichen ist eigentlich ein Ordner mit dem Namen der Seite von der man es erzeugt hat und beinhaltet immer Links zu den letzten Artikeln der Seite. Die Liste wird automatisch bzw. wie der Name schon sagt dynamisch aktualisiert. Praktisch, zwingt einen aber immer noch alle dynamischen Lesezeichen zu überprüfen, wenn man wissen will ob auf einer der Seiten etwas neues veröffentlicht wurde.
Ein RSS-Reader ist da schon praktischer. Es gibt eigenständige Programme die man wie den Browser starten kann, online Reader wie den von Google und neuerdings auch Desktop Widgets — wie z.B. für Vista die einem Auszüge der neuesten Artikel auf den Bildschirmhintergrund zaubern. Eklig.
Ich persönlich verwende den Google-Reader, da ich meine RSS-Feeds von mehreren Computern aus lesen will und die Online Variante über mehrere Maschinen hinweg den Faden nicht verliert und immer weiß welche Feeds ich abonniert habe und welche Artikel ich schon gelesen habe. Außerdem kostet er nichts und jeder, der einen Google-Account hat (GMail, Picasa, neuere Youtube-Accounts, etc.), der hat auch einen Google-Reader Account. Einfach anmelden und oben links auf das Wort „Reader” anklicken.
Ok, zurück zum Thema — wir haben also gerade auf den Subscribe Link geklickt. Jetzt kopiert man den Inhalt der Adresszeile (des Browsers – oben) in die Zwischenablage und öffnet seinen Reader. Dort gibt es irgendwo einen Menüpunkt, eine Schaltfläche oder einen Link der entweder einfach „Abonnieren” oder „Feed hinzufügen” oder so ähnlich heißt. Draufklicken und irgendwann fragt er nach der URL des Feeds den man hinzufügen will. An dieser Stelle fügt man einfach den Inhalt der Zwischenablage ein.
Ab sofort kann man alle neuen Artikel aller abonnierten Feeds im Reader lesen. In den meißten Readern kann man die Feeds außerdem noch in Gruppen (z.B. nach Themen) sortieren.
Wo ist der Haken?
Die Formatierung und das Design der Quellseite gehen verloren. Das hat aber auch den Vorteil, daß man sich als Leser etwas leichter tut.
Manche (wenige) Quellen sind so eingestellt, daß nur der erste Teil oder die Zusammenfassung des Artikels in den Feed eingespeist wird. Darauf folgt aber immer ein Link zum Original auf der Quellseite.
Mit RSS-Feeds kann man aber noch mehr machen. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit eine Facebook-Seite oder -Identität mit den Artikeln aus einem Feed zu beschicken. Flickr stellt für jeden Benutzer einen RSS-Feed bereit der mit dem Photostream des Users beschickt wird. Diesen kann man wiederum automatisch in sein Blog einbinden. Veröffentlicht man jetzt ein neues Bild, erscheint nach kurzer Zeit automatisch ein neuer Beitrag. Das hat nebenbei den Vorteil, daß man ein Bild nur einmal (bei Flickr) beschreiben muß, da diese Beschreibung automatisch mit übernommen wird. Und es zwingt einen auch gleich ebendies überhaupt zu tun.
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