5/5 :)
Erstellt von Sascha am 13. September 2011
Es ist mir schon klar, daß der Titel des Beitrags nur für eine ganz bestimmten Zielgruppe etwas mehr als eine willkürliche Kombination aus Ziffern und Satzzeichen darstellt.
Wie der geneigte Leser vielleicht schon bemerkt hat beschäftige ich mich in meiner Freizeit mit der Suche von sogenannten Geocaches. Das sind in der Regel Film- oder Frischhaltedosen von denen nur die GPS-Koordinaten, die ungefähre Größe und manchmal ein kleiner Hinweis bekannt ist.
Außerdem gibt es noch eine Schwierigkeits- und eine Terrainbewertung jeweils von 1 bis 5.
Eine Tupperdose die hinten auf einer einsamen Plakatwand in einer Höhe steht die auch für einen Rollstuhlfahrer erreichbar ist wird mit Schwierigkeit und Terrain 1 bewertet. Also ein sehr einfaches Doserl.
Und dann gibt es solche die mit 5/5 bewertet werden. Von denen gibt es nicht viele und sie werden auch nicht von vielen gefunden.
Schwierigkeit 5 bedeutet in der Regel, daß das Versteck oder die Dose nur sehr schwer zu erkennen und/oder nur sehr schwer zu bergen ist. Immerhin soll das Bergen und Zurücklegen so passieren, daß Außenstehende nichts davon mitbekommen. Und eine gut getarnte Dose fügt sich nahtlos in ihre Umgebung ein.
Terrain 5 bedeutet in den meisten Fällen, daß man Klettern, schwimmen oder Tauchen muß um das Versteck zu erreichen.
Ein “5/5″ ist also eine echte Herausforderung für jeden Geocacher. Und so einen habe ich heute gehoben. Meinen ersten 5/5er!
Die Dose – in diesem Fall war es genaugenommen ein Kompottglas – ist in einem Badesee, in ca. 2m Tiefe, ca. 50m vom Ufer entfernt versteckt. Da der Grund des Sees recht schlammig ist sieht man unter Wasser kaum mehr als einen halben Meter. Zusätzlich liefert auch ein gutes GPS-Gerät bei optimalen Bedingungen nur eine Genauigkeit von 3m.
Das bedeutet, daß man selbst wenn das Gerät behauptet, daß man sich direkt an/auf/über dem Versteck befindet immer noch einen Kreis mit 6m Durchmesser absuchen muß.
An Land ist das in der Regel kein Problem, da man anhand der Größenangabe recht leicht erkennen kann wo der Behälter verborgen sein könnte.
Aber in diesem Fall blieb nur eine gut vorbereitete, systematische Suche.
Witzigerweise stieß ich am Weg zu den angegebenen Koordinaten gegen die Verankerung, einen kleinen Kübel der mit einer Luftblase in einem Drahtkäfig und einer Kette mit einem Gewicht in Position gehalten wird. Aber ich war unvorbereitet und konnte meine Markierungboje – einen Schwimmpolster – nicht befestigen.
Nein, ich verrate hier nicht wie ich das Versteck dann wieder gefunden habe. Das würde anderen Geocachern einen Teil des Spaßes verderben.
Ich brauchte zwei Anläufe um das Versteck zu finden und zu markieren. Dann mit dem Glas zurück zum Ufer um sich in dem darin befindlichen Logbuch einzutragen und dann nochmals ins Wasser um das Glas wieder zu verstecken.
Blöderweise hatte sich meine Boje gelöst und ich mußte den Kübel ein drittesmal suchen.
Aber ich hab’s geschafft und das Glas wartet wieder in seinem Versteck auf den nächsten Geocacher.
Als ich zurückschwamm ging gerade der Vollmond auf. Gute 2 Stunden hatte ich gebraucht.
Egal – ich hab’ meinen ersten 5/5!
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