Und hier ist meine, laienhafte Antwort:
Eines der Kriterien wäre meiner Meinung nach ein Blitzschuh, bzw. ein Anschluß für ein Blitzkabel. Bei Klein- oder kleiner-format, sprich APS-C oder noch weniger, sollte ein Objektivwechsel möglich sein. Die Kamera sollte einen manuellen Modus anbieten, damit der Profi alle Einstellungen selbst vornehmen kann. Außerdem sollte es möglich sein einen Fernauslöser zu verwenden.
“Der Photograph macht die Bilder, nicht die Kamera.”, hat schon seine Richtigkeit. Trotzdem muß man da unterscheiden ob der Photograph von dem man spricht eher einen künstlerischen oder einen dokumentarischen Ansatz verfolgt. Gerade bei Künstlern werden gerne einmal aus technischer Sicht unzulängliche Kameras oder Methoden verwendet um ganz bestimmte Effekte zu erzielen.
Beim dokumentarischen Ansatz muß man auch wieder unterscheiden ob es um Situationen (Reportagen) oder eher wissenschaftliche Motive (z.B. Makro-Aufnahmen) geht. Ersterer wird eher an kurzen Latenzzeiten und möglichst vielen und schnellen Serienaufnahmen interessiert sein, während für letztere u.U. die Auflösung wichtig ist.
Lässt man die Selbsteinschätzung der Kamera-Hersteller einmal beiseite könnte man die wirklich berühmten Objektivhersteller als Kriterium heranziehen. Wenn Schneider-Kreuznach und Zeiss Objektive für eine Kamera anbieten, dann erwarten sie sicher nicht allzuviele Amateure als Kunden.
Auch wenn die meißten Profi-Photographen die ich bis jetzt kennengelernt habe zumindest eine (D)SLR, oft auch Mittel- und/oder Vollformat-Kameras verwenden, verfolgen viele einen durchaus pragmatischen Ansatz und haben irgendeine kleine Point’n'Shoot am Gürtel hängen. Und die wird dann auch verwendet, wenn die Situation nicht mehr erfordet oder erlaubt.
In einem zweiten Beitrag meinte Willi dann noch, daß die Möglichkeit die Kamera auf ein Stativ zu schrauben ein Kriterium wäre.
Ehrlich gesagt habe ich noch keine, auch keine Point’n'Shoot gesehen, bei der das nicht möglich wäre. Lediglich Mobiltelefone und so Spielzeuge wie eine 640×480 Kamera in einem Zippo-Gehäuse haben keine Möglichkeit sie auf die Standard ¼” Schraube eines normalen Stativs zu montieren.
Und ein weiteres Kriterium ist die Frage ob ein manueller Weißabgleich möglich ist. Das geht zwar auch bei den meißten Point’n'Shootern, aber wenn es nicht geht, dann ist die Kamera definitiv kein Profi-Gerät.
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